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Alles hat seine Zeit

Portrait Detlef Pötzl
Datum:
Veröffentlicht: 23.8.19
Von:
Thomas Weiß

Am 1.9. wird das Obere Rodachtal Teil des neuen Seelsorgebereiches Frankenwald.

Mit dem 1. September 2019 schreitet die Strukturreform im Erzbistum weiter voran. Das "Obere Rodachtal" wird dann im Seelsorgebereich Frankenwald aufgehen. Detlef Pötzl wird dann der neue leitende Pfarrer eines Gebietes, das von Wallenfels bis Welitsch reicht. Der Geistliche sieht gelassen in die Zukunft und auf die Dinge, die kommen.
Leutenberg-Kreuz bei Wallenfels

Zum 1. September 2019 wird der neue Kath. Seelsorgebereich Frankenwald errichtet. Die bisherigen „alten Seelsorgebereiche“ mit den Namen „PV Oberer Frankenwald“, „PV Rennsteig“ und „PG Oberes Rodachtal“ werden zum gleichen Zeitpunkt aufgehoben. Der Erzbischof hat außerdem die Dekanate neu geordnet. Die Gemeinden unseres Seelsorgebereichs werden künftig zum Dekanat Kronach gehören. Erzbischof Dr. Ludwig Schick hat Pfarrer Detlef Pötzl zum Leitenden Pfarrer für den neuen Seelsorgebereich ernannt. Er hat ihn außerdem als kommissarischen Dekan für das neue Dekanat Kronach beauftragt.

Für die Gemeinden Wallenfels, Neuengrün, Wolfersgrün und Schneid bleibt natürlich Pater Jan Poja CR Pfarradministrator und damit erster Ansprechpartner. Für die Gemeinden Steinwiesen, Nordhalben, Nurn und Birnbaum bleibt Richard F. Reis Pfarrer.

Am 10. Oktober 2019 wird sich der Seelsorgebereichsrat konstituieren. Diesem Gremium gehören die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden bzw. deren Beauftragten aus den 28 Gemeinden an, Vertreter der Kirchenverwaltungen, Delegierte der kirchlichen Verbände und Vereine sowie die Mitglieder des pastoralen Teams an. Die Sitzung beginnt um 20.00 Uhr im Jugendhaus Am Knock in Teuschnitz. Es sind immer Interessierte herzlich willkommen. Wenn Sie Zeit und Lust haben, dürfen Sie gerne dazu kommen. Wenn Sie Fragen haben, dann melden Sie sich bitte. Gemeinsam wollen wir lebendige Kirche im Norden unseres Erzbistums und unseres Landkreises sein. Vor allem wollen wir dazu beitragen, dass die „Kirche im Dorf bleibt“ und dass wir den Glauben froh und überzeugend in unseren Gemeinden leben. Allen, die dazu beitragen, ein herzliches Vergelt’s Gott!“

Grußwort von Pfarrer Detlef Pötzl

"Liebe Mitglieder unserer Gemeinden, 
liebe Schwestern und Brüder,

in einem schönen Lied heißt es „Meine Zeit steht in Deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in Dir.“ Ruhe und Gelassenheit, Kraft und Stärke dürfen wir von unserem Gott erwarten. Im Buch Kohelet – im Alten Testament – werden wir daran erinnert, dass „alles seine Zeit hat“. Als Christen leben wir nicht nur in den Tag hinein. Jeder Tag hat seine eigenen Herausforderungen, Chancen und Potentiale, um die Welt ein Stück weit besser zu machen als wir sie vorgefunden haben. Letzten Endes sollen wir immer „suchen“ und „fragen“, damit wir die Botschaft Jesu besser verstehen, sie „ins Heute“ übersetzen können und überzeugend nach unserem Glauben leben. Ich wünsche uns, dass uns dies immer wieder neu gelingt.
Zum 1. September 2019 wird Erzbischof Dr. Ludwig Schick unseren neuen „Kath. Seelsorgebereich Frankenwald“ errichten, der von Welitsch bis Wallenfels reichen und 28 Gemeinden umfassen wird. Die Priester und pastoralen Mitarbeiter sollen enger zusammenarbeiten, sich unterstützen und gegenseitig vertreten. Gleichzeitig wollen wir alles daran setzen, dass unser kirchliches Leben in jeder Gemeinde lebendig bleibt. „Die Kirche soll im Dorf bleiben.“ Dazu brauchen wir weiterhin das hohe ehrenamtliche Engagement unserer Gläubigen und eine tiefe Sehnsucht nach der Begegnung mit unserem Gott, der sich immer wieder neu finden lässt und der uns zur Einheit aufruft. Paulus schreibt: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13) Daran wollen wir uns halten.
Im Namen der Priester und der pastoralen Mitarbeiter unseres neuen Seelsorgebereichs wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit, Freude, Zufriedenheit und Gottes Segen.
Detlef Pötzl"

Leitwort des Erzbischofs

"Liebe Schwestern und Brüder!
„Getauft und gesendet!“ Dieses Leitwort habe ich gewählt, um die Seelsorgebereiche, die wir im Erzbistum gebildet haben und die in diesem Herbst endgültig errichtet werden sollen, mit Leben zu erfüllen. Sie wurden gebildet, damit auch in unserer Zeit, die vor allem durch weniger Gläubige, weniger Priester und pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie durch veränderte gesellschaftliche Bedingungen und pastorale Anforderungen gekennzeichnet ist, der Glaube an das Evangelium Jesu Christi als gute Gabe für das Leben verkündet, in den Gottesdiensten gefeiert und in Werken der Liebe auch heute und in Zukunft tätig werden kann.
Kirche ist Gemeinschaft aller Getauften, die den Reichtum ihres Glaubens schätzen, leben und weitergeben. Die Hauptamtlichen sind dazu da, die Gläubigen zu inspirieren, zu moderieren und zu integrieren. Deshalb mein innigster Wunsch, dass das Motto „Getauft und gesendet!“ mit Leben erfüllt wird. Jede Getaufte und jeder Getaufte ist gesendet, vom Glauben an Jesus Christus in Worten und vor allem Werken Zeugnis zu geben und nach den eigenen Möglichkeiten mitzuwirken. So werden die Seelsorgebereiche und in ihnen alle Gemeinden und Gemeinschaften aktive Kirche vor Ort zum Wohl und Heil der Menschen und der ganzen Schöpfung.
Dazu segne uns der gute Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Ihr Erzbischof Dr. Ludwig Schick"