Patronatsfest in Nurn

zu Ehren des hl. Erzengels Michael
Am Sonntag, 26.09.2021 um 10:00 Uhr feierte die katholische Kuratiegemeinde Nurn mit einem Festgottesdienst das Patronatsfest des heiligen Michael. Nach dem Gottesdienst und bei herrlichem Wetter unterhielt der örtliche Musikverein auf dem Kirchenvorplatz und lud zum Verweilen ein.
In der Einladung zu diesem Ereignis wurde darauf hingewiesen, dass der Erzengel Michael in der Heiligen Schrift als ein Engelsfürst benannt ist. Ein Engel sei immer ein Bote Gottes. Oft - wie auch im Nurner Gotteshaus - wird Michael mit Schwert dargestellt, wie er mit Gottes Hilfe den Drachen, das Böse, bekämpft und dem Guten und der Gerechtigkeit zum Sieg verhilft.
Warum nun die Nurner den Erzengel Michael zu ihrem Schutzpatron auserwählt haben, darüber gibt es zwei Legenden:
Die eine Sage führt auf den 30-jährigen Krieg zurück, wo Nurn hauptsächlich unter vielen Truppendurchzügen zu leiden hatte. Die Bereiche rechts und links der Talstraße sind von Schweden heimgesucht worden. Nurn ist glücklicherweise von den wilden Horten verschont geblieben. In der Angst und Not nahm die Bevölkerung ihre Zuflucht zum heiligen Michael, worauf der Ort in dichte Nebelschwaden gehüllt worden ist. Weder Dächer noch Giebel waren zu sehen, noch nicht einmal ein Hahn soll gekräht haben. So zogen die Schweden an dem totenstillen Dorf vorbei. Zum Dank für seine Hilfe erwählte man den heiligen Michael zum Schutzpatron der Kirche.
Eine zweite Sage datiert um das Jahr 1650:
Als die Bürger ihr Ortskirchlein gebaut hatten, standen sie davor und berieten, welchen Schutzpatron sie wählen sollten. Zur selben Zeit kam ein Reiter die nördliche Ortsstraße herein und hielt bei den Männern an. Er fragte sie, was sie für Sorgen hätten und warum sie Rat hielten. Sie trugen dem Reiter ihr Anliegen vor und dieser sagte zu ihnen: „Nehmt den heiligen Erzengel Michael!“ Er machte daraufhin kehrt und ritt denselben Weg wieder zurück. Da in dieser Gegend ein Reiter etwas sehr Seltenes war, folgten sie seinem Ratschlag. Auf keinem der übersichtlichen Wege war der Reiter mehr zu sehen. Sowohl das seinerzeitige Kirchlein in der Ortsmitte als auch das im Juli 1956 auf der Nurner Höhe entstandene jetzige Gotteshaus wurde dem heiligen Michael geweiht, und dies hat noch bis heute Bestand.